Sanierung einer denkmalgeschützen Fassade

Am Hauptsitz der AKA-Bank in der Frankfurter Innenstadt soll die Straßen- und Hoffassade des im Jahr 1960 errichteten Gebäudes komplett saniert werden. Die Planungs- und Umbauarbeiten finden aufgrund der mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Fassaden in enger Abstimmung mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde statt.
Die Nordfassade zur Großen Gallusstraße hin wurde bei der Erbauung mit großformatigen Aluminium-Wendefenstern ausgestattet. Diese Elemente drehten, wie damals nicht unüblich, um die vertikale Mittelachse herum. Im Laufe der 1980er Jahre hat man die Fenster dann im Rahmen einer Renovierung gegen konventionelle Dreh-Kipp Fenster in abweichender Aufteilung ersetzt.

Das Sanierungskonzept sieht nun im Zuge der Erneuerung eine Wiederherstellung des klaren und regelmäßigen Rhythmus der ursprünglich annähernd quadratischen Fensterformate vor. Der Einbau von modernen Aluminium-Wendeflügelfenstern mit verringertem Rahmenanteil ermöglicht außerdem eine Erhöhung des Lichteinfalls auf der Nordseite des Gebäudes. Im Rückgriff auf den Ursprungszustand wird auf eine Lackierung des Aluminiums verzichtet. Das Material der Fensterrahmen bleibt sichtbar, wodurch die Fassade einen hochwertigen Eindruck in ihrer Beschaffenheit erhält. Die unkonventionelle Funktionsweise der Fenster tritt zudem in Interaktion mit dem öffentlichen Raum.
Nicht zuletzt erzielt die Sanierung der Fassade eine wesentliche Verbesserung der Schall- und Wärmeschutzeigenschaften und es werden gleichzeitig die mittlerweile geltenden Anforderungen an die Absturzsicherheit erfüllt. Die Rückführung auf den Ursprungszustand erfolgte in Absprache und Koordination mit den Nutzern im laufenden Betrieb.

Projektdaten

Ort:
Frankfurt am Main

Bauherr:
GVK-Gebäudeverwaltung
AKA Ausfuhrkredit-Ges. mbH als Nutzer

Bauvolumen:
1 Mio €

Bearbeitungszeitraum:
2017

Bearbeitungsumfang:
LP 1-8 HOAI