
Während der Hochphase der Coronapandemie wurde in Neu-Isenburg der Umbau einer Gewerbeimmobilie zu einem PCR-Labor für gentechnisch basierte Testverfahren realisiert.
Das 1994 in Stahlbetonskelettbauweise errichtete Ver-waltungs- und Produktionsgebäude einer Druckerei verfügte über zwei Obergeschosse, eine Tiefgaragenebene mit Sozialräumen sowie weitere Parkplätze im Außenbereich.
Zur Erfüllung der Voraussetzungen für eine Nutzung als S2-Labor, mussten Teile des Gebäudes entkernt sowie die vorhandene Technik zurückgebaut werden.
Mit dem Ziel, nach dem Projektstart im Juli 2022 bis zum Jahresende das deutschlandweit bis dahin größte PCR-Labor mit einer Kapazität von bis zu 500.000 Tests pro Tag in Betrieb zu nehmen, stellte die dadurch im Voraus festgelegte Bearbeitungszeit von max. 6 Monaten eine große Herausforderung dar.
Gemeinsam mit dem Bauherrn und dem ärztlichen Laborleiter hat ein entsprechend vorbereitetes Planungsteam in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und unter Berücksichtigung besonderer Abläufe, eine Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung erarbeitet. Parallel zu diesen Leistungsphasen wurden bereits ausführende Handwerksunternehmen vertraglich gebunden, Ausführungskapazitäten gesichert sowie Baustoffe und Materialien schon vor Abschluss der Planungsaufgaben bestellt.


Die dadurch effiziente Umsetzung des Bauprojektes machte die für Dezember 2022 geplante Inbetriebnahme des Labor-Bereiches im Erdgeschoss möglich. In einem zweiten Bauabschnitt wurden im Obergeschoss weitere Laborräume sowie eine abgetrennte Verwaltungs- und Bürofläche mit Teeküche fertiggestellt. Zusätzliche Rettungswege wurden zudem durch den Anbau von Stahltreppen und einer partiellen Öffnung der geschlossenen Fassadenelemente geschaffen. Die Tiefgarage und Außenanlagen blieben im Bestand erhalten.


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